Telomere

By | 3. Juli 2017

Telomere

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Telomere – An den Enden der Chromosomen in unserer DNA befinden sich die Telomere. Sie fungieren wie Schutzkappen. Bei jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere. Wenn diese nach vielen Teilungen zu kurz geworden sind, hört auch die Zelle auf sich zu teilen. Sie stirbt ab. Dieser Vorgang wird auch Seneszenz genannt.

Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken, ist das Enzym Telomerase. Dieses Enzym hat die Fähigkeit, die Telomere zu erneuern. Die Telomerase wirkt sich allerdings nur in bestimmten Zellen aus.

  • Stammzellen
  • Keimzellen
  • Zellen im Immunsystem
  • Krebszellen

Diese Tatsachen sind im Alterungsprozess und im Ablauf einer Krebserkrankung von Bedeutung.

Telomere verlängern–biologische Verjüngung

Der Gedankengang ist nicht mehr abwegig. Sogar praktisch umsetzbar und somit eine Möglichkeit, das Leben zu verlängern. Die wissenschaftliche Forschung hat uns nicht eine neue Superpille der Pharmaziekonzerne hervorgebracht. Nein, viel einfacher geht das.

Mit der Veränderung unseres Essverhaltens. Richtiges Essen kann die Telomere beeinflussen und sie verlängern. Sie sitzen auf den Endkappen unsere Chromosomen und sind für den Schutz durch oxidativen Stress und vor freien Radikalen zuständig.

Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass die Menschen, bei denen die Telomere länger ausgebildet sind, länger gesund bleiben und älter werden. Gibt es denn belegbare Fakten, die eine Verlängerung der Telomere aufzeigen? Eine wissenschaftliche Entdeckung dazu wurde mit dem Nobelpreis im Jahr 2009 ausgezeichnet.

Es waren durch eine vollwertige und pflanzenbasierte Ernährung Auswirkungen auf das Enzym Telomerase festgestellt worden. Blutuntersuchungen zu Beginn wurden dokumentiert und dann begann für 3 Monate eine Änderung der Ernährung für eine Gruppe Männer.

  • fettreduziert
  • wenig raffinierte Kohlehydrate
  • viel Gemüse und Obst sowie Vollwertgetreide und Hülsenfrüchte
  • kein Fleisch
  • keine Milch
  • keine Eier
  • keine stark verarbeiteten Nahrungsmittel

Dazu erfolgte eine leichte Bewegungstherapie mit 30 Minuten Spazierengehen. Zusätzliche Entspannungstherapien mit Yoga, Atemtechnik, Meditation und auch progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.

Nach Ablauf der 3 Monate wurden die Blutwerte kontrolliert. Die Telomerase war zwischen 29 und 84 % gestiegen. Als weitere positive Ergebnisse waren Blutdruck, Cholesterin, der BMI und das Gewicht reduziert. Entzündungs- und Leberwerte waren gesunken. Hat es aber auch Effekte für die Verjüngung erbracht?

Um der Frage nachzugehen haben die Forscher erneut die Probanden im Jahr 2013 untersucht.
Einige Männer hatten die neue Ernährungsweise beibehalten und im Gegensatz dazu wurden einige Männer mit »Normalverhalten« und wenig Bewegung sowie Entspannungstechnik untersucht.

Alle, die ihre Ernährung wieder auf die alte Weise aufnahmen, hatten erwartungsgemäß kürzere Telomere. Bei der Gruppe, die die neue Gewohnheit angenommen und beibehalten hatte, waren die Telomere sogar noch länger geworden. Ihre Verjüngung hatte tatsächlich stattgefunden.

Die sportliche Bewegungstätigkeit und die Übungen zur Entspannung allein hatten die Verjüngung nicht erbracht. Die Verlängerung der Telomere als Grundlage für den Verjüngungsprozess war einzig und allein auf die veränderte Nahrung zurückzuführen.

Erkenntnisse für die Ernährungsweise

Die Alterung oder die Verkürzung der Telomere ist mit geeigneter Ernährung herbeizuführen.
Zu den bevorzugten Nahrungsmitteln gehören wie folgt aufgeführt:

  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkorngetreide
  • Pilze
  • Hülsenfrüchte

Zu vermeiden sind:

Produkte aus Weißmehl, Fleisch und stark verarbeitete Milchprodukte. Gesüßte Limonaden bitte ganz weglassen. Optimierung der Ernährung: mit Vitalstoffen, Vitaminen und Magnesium.

Veränderung der Lebensqualität

Als zusätzliche Maßnahmen zur Änderung der Ernährung bieten sich folgende Kriterien an:
Bewegung in Maßen, lieber Treppensteigen als Fahrstuhl fahren, bei einer sitzenden Tätigkeit im Beruf für Ausgleich in Bewegung durch Spaziergänge sorgen. Stressauslösende Faktoren meiden und mit geeigneten Entspannungstechniken dagegenwirken.

Spannende Neuigkeiten über ein Diabetes Medikament

Der Direktor des »Institutes of Aging« in New York, Nir Barzilai hat eine Entdeckung gemacht, die uns ganz neue Perspektiven eröffnen wird. Er hat sich mit der Frage beschäftigt, warum Menschen altern.

Nir Barzilai hat sich vorgenommen, ein Altern ohne Krankheiten zu sichern. Ein schönes Zitat von ihm lautet:» Wenn die Menschen dank meiner Arbeit länger leben, entschuldige ich natürlich für diese Nebenwirkung.«

Dabei fiel ihm das Medikament »Metformin« besonders auf. Es ist seit Jahrzehnten erfolgreich zur Behandlung von Diabetes eingesetzt.

Nir Barzelai ist überzeugt, dass Metformin den Alterungsprozess verlangsamen kann. Die begleitenden Krankheiten wie Demenz, Arteriosklerose und Krebs können verhindert werden.
Er strebt an, eine große Studie mit 3000 Landsleuten im Alter von 65 und 79 Jahren zu beginnen.

Das Ziel ist belegbare Fakten und Ergebnisse zu präsentieren. Die Studie ist als »double blind randomized controlled trial« vorgesehen. In diesem Fall werden 2 Teilnehmergruppen nach Zufall ausgewählt. Keiner der Beteiligten erfährt, wer welchen Wirkstoff eingenommen hat.
Metformin ist den Jahren um 1990 bekannt als Mittel, das zusätzlich das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten senken kann. Diabetes Patienten mit Meformineinnahme haben eine größere Chance nicht an Krebs und Demenz zu erkranken.

Über 5 Jahre läuft aktuell die Studie. Man geht davon aus, dass keine Überraschungseffekte auftreten werden, da dieses Medikament schon lange erprobt und verabreicht wird.

Eine Besorgnis äußert der Wissenschaftler mit seinem Forschungsteam aber doch. Es geht um die Anerkennung durch die Behörden. Er erforscht ja kein neues Medikament für den Markt. Es geht um den Alterungsprozess. Die Pharmariesen haben noch keinen greifbaren Punkt, mit dem sie einen Riesenprofit erwarten können.

Er erwartet, dass die staatlichen Behörden sich mit der Thematik auseinandersetzen. Den Vorgang als Krankheit anerkennen und den Prozess des Alterns wie eine Krankheit behandeln lassen.

Quelle:

Worin ist Telomerase enthalten?

Es gibt derzeit nur einen Nachweis von Telomerase in Nahrungsmitteln. Dabei handelt es sich um Colostrum. Das ist die Vormilch, die Säugetiere ihren Neugeborenen in den ersten Lebensstunden geben.

Das Colostrum enthält die wichtigsten Bestandteile, die in der Natur sonst nicht oder nur selten und wenig vorkommen. Der Nachweis von Telomerase war in frischem und völlig unverfälschtem Colostrum erfolgt.

Inwieweit nun Telomerase aus Colostrum die Zellteilung und Veränderung der Telomere beeinflussen kann, müssen weitere intensive Forschungen ergeben.

Als Nahrungsergänzung in jedem Lebensalter erhöht Colostrum außerdem Widerstandskräfte und Heilungsprozesse werden beschleunigt.

Fazit

Telomere haben grundsätzlich mit den Alterungsprozessen im Organismus zu tun. Ihre Verkürzung verhindert zuletzt die Zellteilung. Die einzige Möglichkeit in bestimmten Zellen wie Stammzellen, den Vorgang zu vermindern, ist das Enzym Telomerase. Colostrum ist nur in Vormilch von Säugetieren enthalten und kann als Nahrungsergänzungsmittel gekauft werden.
Nahrungsergänzungen in allen Lebensaltern damit sind möglich. Die Telomere müssen weiter erforscht werden, um Lebensalter zu erhöhen.

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