Verschiedene geeignete Trainingsgeräte

Verschiedene geeignete Trainingsgeräte

Verschiedene geeignete Trainingsgeräte – In der Annahme, dass es sich nicht jeder leisten kann und will, ein teures Fitnessstudio aufzusuchen, möchten wir Ihnen im Folgenden einige kleinere Geräte vorstellen, mit denen Sie Ihr Training abwechslungsreich gestalten können. Die Trainingsgeräte helfen dabei, den Körper optimal zu bewegen und sind einfach in der Handhabung.

Nordic Walking-Stöcke

Einst wurde Nordic Walking belächelt, sieht es doch recht seltsam aus, wenn Menschen mit ihren Stöcken mitten im Gelände unterwegs sind. Das kannte man schließlich nur vom Skifahren und auf den Skipisten.

Heute ist Nordic Walking anerkannt und eine der beliebtesten Sportarten. Einsteiger und auch Leistungssportler können den Sport ausüben. Wenn die Technik richtig ausgeführt wird, sind über 600 Muskeln in Bewegung, das sind 90% aller Muskeln des Körpers! Ganz wichtig: will man mit diesem effektiven Sport beginnen, ist es unbedingt erforderlich einen Trainer aufzusuchen. Dieser Trainer sollte über eine gute Ausbildung und ausreichend Trainingserfahrung verfügen. Nur so ist es möglich, die richtige Technik und damit das optimale Ganzkörpertraining zu erlernen.

Wichtig beim Nordic Walking, übrigens ursprünglich als Sommertraining für die nordischen Skilangläufer gedacht, ist die Auswahl der richtigen Stöcke. Die zeitgemäßen Stöcke bestehen aus einer Carbon-Glasfasermischung (oder Aluminium) und sind längenverstellbar, haben spezielle Handschlaufen und Spitzen. Sie sind leicht, stabil, vibrationsarm und zeichnen sich durch Langlebigkeit aus.

An der Unterseite befinden sich entweder abnehmbare Gummikappen (auch Asphalt-Pads genannt) für einen harten, glatten Boden und Hartmetallspitzen für einen weichen, unebenen Boden. Diese Teile müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden, da sie irgendwann verschleißen.

Die Stöcke sind sicher nicht billig, aber gute Qualität hat ihren Preis. Eine gute Beratung ist unabdingbar. Dann steht dem idealen Sport in der Natur nichts mehr im Weg.

Pezziball

Ein Pezziball, auch als Sitz- oder Fitball bekannt, ist ein sehr gutes, vielseitiges Fitnessgerät. Der Ball ist ein optimales Trainingsgerät mit besten Eigenschaften um die Knochen, Gelenke und im Speziellen auch die Wirbelsäule zu trainieren.

Beim Training mit dem Pezziball werden die Rückenmuskulatur entspannt und gestreckt, die Balance und Körperhaltung trainiert und die Beweglichkeit und der Gleichgewichtssinn geschult. Das macht Spaß und ist für jung und alt geeignet.

Das Training mit dem Pezziball sollte in Einheiten geteilt werden, je zehn Wiederholungen pro Übung. Jede Übung sollte drei bis fünfmal wiederholt werden und dazwischen darf eine kurze Pause eingelegt werden.

Übungsbeispiel:

Die Ausgangsposition: Die Waden liegen hüftbreit am Ball, Rücken und Kopf auf dem Boden, die Arme liegen neben dem Körper.

Die Ausführung: Das Gesäß wird langsam angehoben, Oberkörper und Oberschenkel ergeben eine Linie. Dann wieder langsam absenken und kurz bevor das Gesäß wieder den Boden berührt, langsam wieder anheben.

Die Kräftigung: diese relativ einfache Übung streckt den Rücken, stärkt die Gesäßmuskulatur und die Bauchmuskulatur.

Springseil

Wer etwas für seine Kondition tun und draußen wie drinnen trainieren möchte, ist mit einem Springseil, dem sogenannten „Rope“ gut beraten. Rope skipping, Seilspringen, ist äußerst effizient, da dabei viele Körpermuskeln beansprucht werden. Außerdem braucht es nicht viele Sportgeräte, lediglich ein gutes Seil und gedämpfte Sportschuhe.

Ein gutes Springseil kostet zwischen 10,00 und 30,00 Euro und ist in jedem Sportfachgeschäft erhältlich. Die Griffe sollten innen hohl sein, so kann sich das Seil innen drehen und nicht verheddern. Die teure Variante besitzt einen Sprungzähler in den Griffen.

Wichtig ist die richtige Seillänge. Die Seilenden reichen idealerweise bis unter die Achseln, während man mit den Füßen in der Mitte des Seils steht. Wo trainiert wird ist an sich egal, wichtig ist ein fester, rutschfester und nicht zu harter Untergrund. Innen ist eine Gymnastikmatte vorteilhaft, außen stellen Grasflächen oder ebene Waldwege den idealen Boden dar.

Das Training ist sehr effizient, denn der ganze Körper wird trainiert und viele Kalorien abgebaut. Die richtigen Sprünge können leicht erlernt werden, Anfänger starten mit dem Standardsprung. Dabei wird mit beiden Beinen gesprungen, nicht höher als drei Zentimeter. Anfangs sollte man in Minutenintervallen springen und zwischendurch gehende Bewegungen machen.

Ist man soweit, fünfzehn bis zwanzig Minuten durchgehend springen zu können, können die Sprünge für Fortgeschrittene in Angriff genommen werden. Ein Trainer hilft, die richtige Technik zu finden. Auch im Internet finden sich gute, verwertbare Tipps.

Teraband

Dieses Trainingsband besteht aus Latex und wird unter anderem auch Physioband genannt. Eingesetzt wird es auch in der Physiotherapie. Das Teraband ist in verschiedenen Stärken erhältlich und ganz leicht und kompakt überall hin mitzunehmen.

Bevor man beginnt, mit dem Terabandtraining zu trainieren, ist es wichtig, sich gut aufzuwärmen. Trainiert werden können, nach genauer Einhaltung der Trainingsanleitung, der Rücken, die Arme, die Beine und die Hüfte. Wichtig: nur das regelmäßige Training bringt den gewünschten Erfolg.

Balance-Brett

Ein Balance-Brett gibt es in vielen unterschiedlichen Formen und Farben. Trainiert wird der Gleichgewichtssinn. Es macht viel Spaß und ist für alt und jung bestens geeignet. Das Balance-Brett steigert die Leistungsfähigkeit und dies steigert die Lebensbalance. Neu sind elektronische Balance-Bretter.

Indoorcycle

Sehr beliebt ist heutzutage das Indoorcycling. Aufgrund des außergewöhnlichen Lenkers sieht ein Indoorcycle aus wie ein Straßenrennrad. Auf einem solchen Rad bewegt man sich viel und setzt sich hohen Belastungen aus, so dass das Training besonders intensiv und effektiv ist. Wenn man noch keine großen Erfahrungen in diesem Bereich hat, empfiehlt es sich, ein Indoorcycle mit Trainingscomputer zu kaufen. Dieser hilft einem am Anfang in das Training hineinzukommen und gibt hilfreiche Tipps. Schließlich lässt sich damit in Abhängigkeit von der eigenen Fitness sogar ein kompletter, individueller Trainingsplan erstellen.

Wenn man sich ein Indoorcycle kaufen möchte, sollte man darauf achten, dass der Rahmen sehr stabil ist und sowohl der Lenker als auch der Sattel verstellt werden können. Vor dem Kauf sollte man unbedingt testen, ob man sich auf dem Sattel wohlfühlt. Der Sattel sollte bequem sein und nirgendwo drücken, sonst wird das Training später schnell zur Qual.

Crosstrainer

Wer gerne möglichst viele Muskeln auf einmal trainieren möchte, dem sei der Crosstrainer empfohlen. Dabei werden die Bewegungen des Gehens simuliert, indem man die Arme und Beine diagonal in die jeweils entgegengesetzte Richtung bewegt. Man benötigt dafür keinerlei Vorkenntnisse, da das Gerät die erforderlichen Bewegungen „diktiert“. Der Schwierigkeitsgrad wird hierbei dadurch gesteigert, dass der Widerstand erhöht wird. Dies soll simulieren, dass man eine Steigung hinaufgeht. Auch beim Crosstrainer kann man gewöhnlich auf einen Trainingscomputer zurückgreifen, der aus hunderten verschiedenen Übungen das passende Trainingsprogramm zusammenstellt.

Wenn man auf einem Crosstrainer trainiert, fordert man nicht nur alle wichtigen Muskelgruppen des Körpers, sondern fördert das Herz-Kreislauf-System und steigert die Verbrennung der Fettpölsterchen. Wenn man bereits gesundheitliche Probleme mit der Hüfte, den Knien oder dem Rücken hat, sollte man das Training besser nicht übertreiben, da diese Körperpartien besonders beansprucht werden. Man sollte vorher seinen behandelnden Arzt konsultieren, um eine Verschlimmerung der Probleme zu vermeiden.

Bauchtrainer

Ein Bauchtrainer ist ein relativ einfaches Gerät, um seine Bauchmuskeln zu trainieren. Wer möchte schon nicht ein sexy Sixpack oder wenigstens einen schön straffen Bauch haben. Das kann mit einem Bauchtrainer ganz leicht erreicht werden. Das Gerät besteht eigentlich in erster Linie aus einem ummantelten Gestänge mit Griffen. Es ist außerdem eine Kopfstütze angebracht. Das Gerät ist sehr leicht und kann meistens sogar praktisch zusammengeklappt verstaut werden.

Eine Erklärung der wichtigsten Übungen wird mit dem Gerät mitgeliefert. Beispielsweise die so genannten Crunches können damit leicht ausgeführt werden. Dabei liegt man auf dem Rücken und hat die Beine angewinkelt. Die Übung besteht im Aufrollen des Oberkörpers. Der untere Teil des Rückens hebt sich dabei nicht vom Boden ab. Wenn man noch nie Bauchmuskeltraining gemacht hat, sollte man mit 2 bis 3 Sätzen mit jeweils 15 – 20 Wiederholungen beginnen.

Natürlich gibt es noch viele andere Trainingsgeräte. Am besten man informiert sich vor einem Kauf ausführlich und probiert auch das eine oder andere aus.