Sa. Aug 17th, 2019

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Auf der Suche nach Unsterblichkeit

Oxidation–biologische Radikalmassnahme

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Oxidation



Oxidation–biologische Radikalmassnahme

Oxidation
Oxidation

Oxidation–biologische Radikalmassnahme – Ergebnisse der Altersforschung können sehr überraschend werden. Das zeigte sich in der Erkenntnis, dass Alterung durch den gleichen Ablauf geschieht, wie Rost ansetzen oder der Butter ranzig werden lässt. Die Bezeichnung für diesen Vorgang ist Oxidation. Er findet in unserer Umwelt zahlreich statt. Die chemischen Reaktionen mit dem Sauerstoff lassen Rost auf Metallen entstehen und der Zerfall der Butter in verschiedene Fettsäuren ist ebenfalls ein Oxidationsprozess.

Aus den 50-iger Jahren stammt die erste Theorie zu den freien Radikalen. Ein Biogerontologe aus Amerika, Mr. Denham Harman  hat sich mit dem Alterungsphänomen beschäftigt und die freien Radikalen erwähnt.

Die Erklärung, wie es zur Entstehung kommt, ist wie folgt:

Anders als beim normalen Sauerstoff enthalten freie Radikale nur ein Elektron, statt der sonst paarweise angelegten Ausführung. Mit großer Reaktionsfreude daraufhin sind sie ständig bestrebt, aus anderen Verbindungen von Molekülen das ihnen fehlende Elektron zu entreißen. Sie verwandeln auf diese Weise in einer Aktion wie bei einer Kettenreaktion die anderen Moleküle in freie Radikale, die ihrerseits nun selber so agieren.

Ganze Zellstrukturen, Membranen und Gewebe werden geschädigt. Selbst die DNA wird angegriffen und besonders folgenreich wird es, wenn Immunzellen betroffen sind. Die körpereigene Immunabwehr wird schwer gestört und geschwächt. Ihre Funktionsweise wird schwer beeinflusst und die fortschreitende Schädigung führt zum Verlust der Funktionen und Alterung sowie Tod.

Schutzfunktionen des Körpers um den schädigenden Einflüssen auf den Organismus zu begegnen, muss der menschliche Körper sich wappnen. Die Stoffe, die notwendig sind, die freien Radikalen zu bekämpfen, stellt der Körper selber her. Ein ganzer Systemkomplex von Enzymen mit antioxidativen Fähigkeiten zum einen steht ihm zur Verfügung, um die freien Radikalen einzufangen und zu vernichten. Antioxidantien sollen die Sauerstoffreaktion unterdrücken und die freien Radikalen neutralisieren.

Daher rührt die Bezeichnung »Radikalfänger«

Zu den Enzymkomplexen gehört die Glutathionperoxidase, Superoxiddismutase und auch die Katalasen. Die Herstellung im eigenen Körper ist aber abhängig von der ausreichenden Zufuhr bestimmter Mikronährstoffe und Spurenelemente. Eine große Rolle spielen dabei Selen und Zink. Stehen diese nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, ist die Produktion der Enzymsysteme gefährdet. Der Kampf des Organismus gegen die freien Radikalen hat ein weiteres Standbein aktiviert. Mit der Nahrung erhält der Körper die Vitamine A, C und E.
Viele Multivitaminsäfte enthalten explizit den Hinweis auf ACE, deren besonders wichtige Wirkung gegen die freien Radikalen eingesetzt wird.

Als Begründer der orthomolekularen Medizin gilt der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling. Seine Untersuchungen zur Vitamin C haben dazu geführt, dass es als Universalheilmittel gilt. Im Kampf gegen Krankheit und Alterung hat die Spezial Ernährungsmedizin auf vermehrte Zufuhr von Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen einschließlich Mikronährstoffen gebaut. Pauling selbst hatte sich auf Vitamin C eingeschworen und nahm täglich bis zu 20 g zu sich. Nach heutigem Wissensstand und den Richtlinien der deutschen Gesellschaft für Ernährung ist das 200mal so viel, wie empfohlen wird. Pauling starb mit 93 Jahren und hatte somit keinen Nachteil von der Vitaminzufuhr erlitten.

Pflanzliche Schutzstoffe gegen freie Radikale

Sich nur auf Vitamin C zu verlassen, ist bei unseren heutigen Umweltverhältnissen sicher nicht sehr klug. Vielmehr brauchen wir eine ausgewogene Vielfalt an Antioxidantien, um den Erfordernissen überhaupt gerecht werden zu können. Radikalfänger sind unter zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen zu finden. Carotinoide und Flavanoide sind die uns allen am bekanntesten. Die Pflanzen benötigen sie für ihre eigene Abwehrfunktion. Die Farbpigmente sind uns bekannt durch die intensive Färbung von Gemüsen. Tomaten werden rot, um vor den schädlichen Bestandteilen des Sonnenlichts geschützt zu werden.

Ein praktisches Beispiel für die Wirkung von Antioxidantien haben wir in der Küche beim Zubereiten von Obst. Bananen und Äpfel, so wissen wir, werden sehr schnell braun, wenn sie geschält länger an der Luft liegen. Dem können wir mit Zitronensaft vorbeugen. Vitamin C ist in Zitronen reichlich vorhanden und dieses verhindert die Oxidation.

Wir selber haben es in der Hand, uns mit ausreichend Antioxidantien durch ausgewogene Kost mit Obst und Gemüse zu versorgen. Zusätzliche Vitaminpräparate sind dabei nicht erforderlich, um oxidativen Stress zu verhindern.

Ist oxidativer Stress messbar?

Freie Radikale zu messen ist schwierig. Sie sind sehr schnell wieder zerfallen, so dass ihre Messbarkeit doch eher an den von ihnen verursachten Schäden möglich ist. Ihre Spuren hinterlassen die freien Radikalen auf jeden Fall im Blut. Mit Hilfe von Malondialdehyd ist im Blut ein Marker vorhanden, der den Gehalt von freien Radikalen darin anzeigt. Ein weiterer Marker für Schäden durch Oxidation an den Fetten, ist ebenfalls im Blut zu finden. Es handelt sich dabei um 8-OH-Desoxyguanin.

Außerdem sollten alle vom Körper bereitgestellten Schutzstoffe, die sogenannte antioxidative Kapazität, dokumentiert werden. Einheitliche Normwerte oder Richtwerte dazu sind leider noch nicht verfügbar. Die verschiedenen Labore weisen jeweils verschiedene Ergebnisse aus.
Die Gesamtbeurteilung durch den behandelnden Arzt ist des halb von großer Bedeutung.

Therapie gegen oxidativen Stress

Antioxidantien nehmen wir zusätzlich zu den selbst im Körper produzierten Stoffen mit unserer Nahrung auf. Die wichtigsten Nahrungsmittel speziell für diese Situation sind Obst und Gemüse.
Die Ignoranz der meisten Menschen gegenüber einer gesunden Ernährung ist geradezu erschreckend. Die bewährte Regel mit 5 x Obst und Gemüse wird größtenteils nicht beachtet.
Stattdessen wird allerdings oft mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen. Löblich ist daher der neueste Trend mit grünen Smoothies oder anderen Säften zu sehen. Die sekundären Pflanzenstoffe in der ganzen Vielfalt enthaltend, ist diese Form ein gutes Äquivalent zu Obst und Gemüse.

Das Coenzym Q10, als eine sehr wirksame Einzelsubstanz, ist vor allem in den Mitochondrien effizient. Hier entstehen die freien Radikalen in hoher Anzahl. Das Coenzym Q10 hat als besondere Fähigkeit die Elektronenübertragung, die bei der Neutralisierung der freien Radikalen eine wichtige Rolle spielt. Mit einer Tagesdosis von ca. 200 mg für einen normalen Erwachsenen ist eine ausreichende Zufuhr gewährleistet.

Statt zusätzlich Q10 als Ergänzung zur Nahrung einzunehmen, ist auch die Möglichkeit der Stärkung unserer Eigenproduktion rational. Dazu brauchen wir Glutathion, das Eiweiß, das wir aus 3 Aminosäuren bilden können. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit unseres Körpers zur eigenen Bildung von Glutathion ab. N-Acetyl-Cystein–NaC kann die Anregung der Eigenproduktion übernehmen. Mit 500 mg als Tagesdosis 2 x täglich ist gem. zahlreicher Studien dazu ein guter Erfolg zu erzielen.

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