Kurkuma und die positive Wirkung auf die Gesundheit

By | 25. April 2017

Kurkuma und die positive Wirkung auf die Gesundheit

Die Inhaltsstoffe von Kurkuma und ihre Wirkung

Kurkuma und die positive Wirkung auf die Gesundheit

Kurkuma und die positive Wirkung auf die Gesundheit

Kurkuma und die positive Wirkung auf die Gesundheit – Die Wurzel mit der kräftigen gelb und orangenen Farbe ist in unseren Breiten vor allem als Gewürz in der Curry Mischung bekannt. Unter vielen anderen Bezeichnungen der Wurzelknollen ist Gelbwurz am ehesten bekannt.

Die Wirkstoffe mit Heilkraft ca. 5 % Curkuminuide und ca. 6 % ätherisches Öl mit vorrangig Zingiberen, Curcumol und Tumeron. Weiterhin sind enthalten: Stärke, Kaffeesäure und Eiweiß sowie ein Naturharz mit dem Namen Resin. Nach jetzigem Kenntnisstand sind 90 Inhaltsstoffe ermittelt worden. Der Farbstoff Kurkumin ist als E 100 im Einsatz bei Senf und Wurstwaren und auch bei Margarine.

Weiter enthält Kurkuma u a.Vitamine, Kalium und Calcium. Als medizinisch wirksam gelten nur die Curkuminoide und Kurkumin. Ihre Wirksamkeit ist als schmerzlindernd, antioxidativ, antiseptisch, antitumoral sowie galletreibend beschrieben. Weiterhin wird dem Wirkstoff Entzündungshemmung und Zellabtötung zugeschrieben.

Lediglich die Verwertung im Körper ist als schwierig anzusehen, da die Wasserlöslichkeit von Kurkumin unzureichend ist. Mit der geringen Bioverfügbarkeit wird im Darm zu wenig übernommen. Mit der Beigabe von schwarzem Pfeffer/Piperin soll eine bessere Verwertung stattfinden.

Vorbeugung und Behandlung von Krebs

Kurkumin, der Farbstoff im Pulver, hat chemopräventive Wirkungen. Dies wurde in Test mit Labortieren festgestellt. Die Metastasenbildung war selbst bei höheren Stadien verringert worden. Die freien Radikalen werden wirksam von der Heilwirkung des Kurkumins bekämpft. Das Immunsystem wird positiv beeinflusst und das Wachstum der T-Lymphozyten konnte gedämmt werden.

Diese getesteten Eigenschaften machen den Menschen mit Krebserkrankungen große Hoffnungen.

Die Krebstherapie profitiert von den Heilkräften, das das Zellenwachstum der Tumorzellen verhindert wird und die Ausbildung weiterer Tochterzellen so nicht stattfinden kann. Die Stärkung des Immunsystems ist ein wichtiger Beitrag im Behandlungsablauf bei Krebs.

Die wertvollen Eigenschaften wie entzündungshemmend, entgiftend und vor allem antioxidativ zu wirken, helfen bei Darmkrebs, Brustkrebs, Prostata und Hautkrebs, wie in Studien belegt wurde.

Kurkuma als Schutz vor Demenz und für Alzheimer

Alzheimer und Demenz sind die neurodegenerativen Krankheiten, denen sehr große Aufmerksamkeit gewidmet wird. Mit der Suche nach Lebensmitteln, die das alternde Gehirn beeinflussen können, haben sich etliche Wissenschaftler zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Kurkumin ist im Fokus, da es tatsächlich Literaturnachweise mit positiven Ergebnissen gibt.

Als echter Erfolg gilt, dass es einen Weg zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke gibt, dass dem Wirkstoff direkt im Hirn eine Versorgung ermöglicht. Versuche mit Mäusen mit geben Anlass zur Hoffnung. Über die Nahrung wurde Kurkumin zugeführt und im Test waren weniger Ablagerungen gefunden worden, die auf Alzheimer hindeuten. Die Amyloid-Plaques im Hirn, denen man die Ursache von Alzheimer Erkrankungen zuschreibt, werden aufgelöst.

Im Normalfall kann das Gehirn diese Fragmente des Proteins selber zerlegen und abtransportieren. Bei Alzheimer werden sie zu unauflöslich harten Ablagerungen.

Kurkuma bringt die Verdauung in Schwung

Bekannt als galletreibendes Mittel ist Kurkuma schon lange. Die Leber wird angeregt, die Galle als Fatburner auszuschütten. Blähungen und Völlegefühl werden gemindert.

Das zu lösende Problem beim Kurkumin ist derzeit noch seine sehr geringe Wasserlöslichkeit. Im Darm werden nur wenige Wirkstoffe ausgelöst, um medizinisch vollumfänglich eingesetzt zu werden. Die Beimischung des Wirkstoffes von schwarzem Pfeffer ist eine der versuchten Trägersubstanzen.

Kurkuma als Schmerzmittel und Entzündungshemmer

Studien mit Patienten, die unter dem degenerativen Rheuma leiden, wurden mit Kurkuma Wirkstoffen zusätzlich zu Diclofenac und Ibuprofen behandelt.

Im Ergebnis war die Behandlung mit Kurkumin effektiver verlaufen. Zumindest aber mit gleichwertigem Erfolg. Eine weitere Pilotstudie bei den Diagnosen: Neuralgien, Zahnschmerzen, Gelenkschmerzen Schulter und Knie und Kopfschmerzen erlaubte auch die Einnahme einer weiteren Dosis Schmerzmittel. Die mit Kurkumin versorgten Patienten hatten eine eindeutig längere Phase bis zur weiteren Dosis.

Bei Lumbalstenosen, Bandscheibenvorwölbung und Carpaltunnelsyndrom mit neuropathischen Schmerzen wurde eine Kurkumingabe mit Piperin und Liponsäure getestet. Ein endgültiger positiver Nachweis muss noch erbracht werden.

Weiterhin sind Studien zu postoperativen Schmerzen anhängig, die Anlass zu großer Hoffnung geben. Es sind bis 20 % bessere Ergebnisse erzielt worden, als bei einer Plazebogruppe. Die Wirkungsphase ist mit Curcuma erheblich länger und bei akuten Schmerzen sehr wirksam.

Entzündungshemmende Wirkung von Kurkumin ist beim Aufhalten der Prostaglandine (Gewebehormon) als Auslöser für Entzündungen erkannt worden. Die WHO empfiehlt daher als Unterstützung bei Rheuma und Arthritis, Kurkumin einzusetzen. Es werden die freien Radikalen bekämpft und bei Magen-Darm-Beschwerden, die auf gestörte Fettverdauung zurückzuführen sind, eingesetzt. Zellen, die bei Entzündungen wirksam eingesetzt werden (T-Zellen=weiße Blutkörperchen) und die selber Antikörper herstellen (B-Zellen) werden verstärkt im Organismus gebildet.

Vermehrtes Zellwachstum gegen Krankheitserreger wird bei Kurkuma Einnahme beobachtet. Der Nachweis in einer Studie zur Vermehrung der Mitochondrien ist auf Kurkuma zurückzuführen. Kurkuma hat gleich eine doppelte Wirkung auf Entzündungsvorgänge im Körper. Es wirkt vorbeugend und bekämpfend auf Krankheitserreger und Auslöser.

Kurkuma unterstützt die Therapie von Diabetes

Diabetesrisiko und Prädiabetes haben mit Kurkuma bessere Chancen, lange hinausgezögert zu werden. Es ist ebenso wirkungsvoll bei bereits bestehendem Diabetes noch Folgeerkrankungen weiter hinauszuschieben.

Mit seiner Wirkung auf die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse in stimulierender Weise kann eine Regulierung des Blutzuckerspiegels durch die angeregte Insulinproduktion erreicht werden.

Verschiedene Störungen im Körper durch Medikamente beispielsweise können ebenfalls die Bauchspeicheldrüse oder die Gehirnanhangdrüse beeinflussen und dadurch einen veränderten Blutzuckerspiegel verursachen. Kurkuma wirkt regulierend durch seine entzündungshemmende und antioxidative Kraft auf die Vorgänge ein. Eine weitere positive Wirkung des Kurkumins ist die Verringerung des Transportes von Zucker in die Zellen.

Kurkuma schützt vor Herzkrankheiten

Mit seiner antioxidativen Wirkung beeinflusst Kurkuma auch die Cholesterinwerte durch Verhinderung der Oxidation von Cholesterin. Dieses würde die Blutgefäße schädigen und Arteriosklerose fördern. Dadurch wiederum steigt die Gefahr von Schlaganfällen und Herzinfarkten. Die Inhaltsstoffe der Kurkumawurzel sind u a. auch die Vitamine B6, B 12 und Folsäure. Diese Stoffe haben ebenfalls Einfluss auf den Homocysteinspiegel, der die Gefäße schädigt, wenn er im Blut zu hoch ansteigen kann. Lediglich durch die Ernährung und deren Qualität ist das Homocystein regelbar.

Kurkuma schützt die Atemwege und hilft bei Allergien

Die Wirkung des Kurkumins bei Atemwegserkrankungen sind in der asiatischen Medizin schon lange erprobt und mit Erfolg angewendet worden.

Die unter dem Namen COPD bekannt gewordene Krankheit zählt dazu und ist mit Kurkumin durch die abschwellende und entzündungshemmende Wirkung behandelbar. Die Atmung wird erleichtert und die Enge in der Brust verringert. Selbst die Häufigkeit der Asthmaanfälle ist reduzierbar. Da Asthma zu den allergisch bedingten Atemwegserkrankungen gezählt wird, ist die Stärkung des Immunsystems mit Kurkuma eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.

Sportler berichten nach der Einnahme von Kurkuma von einer Verbesserung des Lungenvolumens und Steigerung der Reichweite. Insgesamt profitieren die betroffenen Patienten durch die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Die Entzündung ist bei den meisten Krankheiten eine Ursache, die mit Kurkuma gute Behandlungserfolge erzielen.

Kurkuma unterstützt die Leberregeneration

Die Selbstregeneration der Leber ist hervorragend. Selbst wenn sie beschädigt ist und nur 50 % noch funktionieren, regeneriert sie sich. Allerdings muss sie dabei unterstützt werden. Umweltgift und schädliche Nahrungsmittel verursachen zusätzlichen Entgiftungsaufwand. Um die Leber bei der Regeneration zu helfen, ist Kurkuma wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung günstig. Das Risiko von Leberfibrose, Leberzirrhose und Fettleber wird durch Kurkuma verringert.

Anwendung und Dosierung von Kurkuma und Kurkumin

Kurkuma ist als Gewürzpulver oder als Knolle erhältlich. Um nun eine richtige Dosierung zu erreichen, empfiehlt es sich, Kapseln mit der Inhalts- und Mengenangabe einzunehmen.

Die Menge richtet sich dann auch noch nach dem Krankheitsbild. Eine Empfehlung für Alzheimerpatienten ist 2,2 g am Tag. Bei Verdauungsproblemen sind bereits 2,8 g am Tag nötig. Ohne ärztlichen Rat sollte niemand Präparate einnehmen. Andere Angaben zur Einnahme des Pulvers besagen, dass bis zu 8 g unbedenklich sein können.

Gem. einer Studie zu Kurkuma sind diese Einnahmeempfehlungen veröffentlicht:

  • pro kg Körpergewicht 250–320 mg am Tag
  • Höchstmenge mit 2 mg pro kg Körpergewicht und Tag
  • 1-10g Kurkuma entsprechen 1-2 g Kurkumin

Wichtig zur Einnahme ist, dass der Wirkstoff Kurkumin nicht in Wasser löslich ist und daher die Aufnahme in den Darm nicht gut möglich ist. Man spricht da von der Bioverfügbarkeit. Der Wirkstoff benötigt andere Stoffe, die ihn mitnehmen. Das kann u a das Piperin aus dem schwarzen Pfeffer sein.

Es ist fast unmöglich, die notwendige Menge auf diese Weise zu sich zu nehmen. Eine mögliche Mischung, die Erfolg verspricht, ist →100 mg Kurkumin und 1 mg Piperin. Das entspricht etwa einer Prise Pfeffer. Mit Ingwer und weiteren Gewürzen lässt ebenfalls der Mitnahmeeffekt erzielen.

Auch mit Fett ist eine alternativ einzusetzende Variante möglich. Olivenöl oder Kokosöl sind geeignet. Die Bioverfügbarkeit des Kurkumins lässt sich erhöhen. Wenn die Knolle frisch gerieben wird, helfen die Öle, die dort enthalten sind, bei der Resorption.

Erhitzen gilt als weitere Methode für die Aufnahme von Kurkumin. Zusammen mit dem Öl wird die Wirksamkeit erhöht. Man kann davon ausgehen, dass das Kurkumin im Pulver ca. 2-5 % vom Kurkuma ausmacht.

Praktischer Tipp:

Durch das Öffnen und Verwenden des Inhalts von Kurkuma Kapseln ist eine gute Dosierung möglich.

Von 3 g bis 8 g Pulver ist davon auszugehen, dass die Wirkung erreicht wird.

Hohe Konzentrationen bitte immer mit dem Arzt abklären. Gem. Studie sind Dosen über 8 mg schwer toleriert worden.

Kurkuma Nebenwirkungen bei der Einnahme

  • grundsätzlich sollte Kurkuma nicht bei Gallensteinen, Verengungen der Gallenwege und Durchfällen eingenommen werden.
  • stillende Mütter, Schwangere und Kinder unter 12 Jahren dürfen keine Dosen in Heilwirkung einnehmen, da es keine ausreichenden Studien über diese Personengruppen gibt
  • Durchfall, Magen-Darmbeschwerden, Sodbrennen und Übelkeit können auftreten
  • Verfärbungen durch den Kontakt mit dem Pulver auf der Haut
  • keinerlei Wirkung, wenn synthetische Kurkumaprodukte eingenommen werden

Bis 8 g Kurkuminoide pro Tag gelten als unbedenklich und es sind keine Nebenwirkungen bekannt geworden. Mengen, die darüber hinausgehen, sind nicht in Studien mit langen Dauer überprüft worden. Die 8 g Kurkumin entsprechen 100 g Pulver bzw. Gewürz.

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